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Stuttgart-Musikschau

TMZ vor dem Rathaus 1964

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Vereinsheim

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Wilhelm Watermann

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Höhepunkte der Vereinsgeschichte

Fünf Jahrzehnte Turnermusikzug Altgandersheim. Da gibt es eine Menge zu berichten. Unsere Gemeinschaft hat vieles mit einer großen Familie gemein. Gelegentliche Streitereien vermerkt der Chronist genauso wie auch die guten zwischenmenschlichen Beziehungen, die hin und wieder in eine Ehe münden. Aber auch einige Freundeskreise halten sich noch lange nach einer aktiven Betätigung im Orchester. Es gibt in jeder Dekade Höhepunkte, die erwähnenswert sind.

1953 bis 1963

Fünfzehn Mitglieder gründen am 1. Mai 1953 in der Gaststätte „Zur Heberbörde“ den Turnerspielmannszug Altgandersheim. Zunächst waren die Musiker eine Abteilung im SV 09. Der Vorstand der SV 09 bestand aber darauf, dass die Vereinskasse nicht zur Anschaffung der Musikinstrumente herangezogen werden durfte. Also veranstalteten die Musiker überall in der Heberbörde Preisskate, Dorfgemeinschaftsabende, Theaterveranstaltungen und Tanzabende, um das Geld für die ersten Musikinstrumente aufzubringen. Das erste Jahrzehnt war geprägt von der Aufbauarbeit, die so eine junge Musikabteilung aufwenden musste. 1954 entschließt sich die Abteilung, Noten zu lernen. Die Musiker fahren einmal die Woche nach Bad Salzdetfurth, um gemeinsam die Pflichtmärsche des DTB einzustudieren. An vier Abenden in der Woche wird geprobt. Der Spielmannszug erweiterte seine Instrumentierung immer wieder und schaffte innerhalb der ersten zehn Jahre den Anschluss an die Leistungsspitze der Turnermusiker auf  Landes- und Bundesebene. Auf dem Deutschen Turnfest München 1958 erlebten die TMZ’ler Fanfarenzüge. Wilhelm Watermann und seine Musiker waren begeistert. Auf dem Rückweg machte Wilhelm Watermann einen kleinen Abstecher in die Göttinger Innenstadt und bestellt im Musikhaus „Hack“ 10 Fanfaren. Die Braunschweigische Staatsbank lieh das Geld dafür. 120,00 Mark musste übrigens jeder Musiker für das Turnfest ansparen. Das war eine riesengroße Summe in diesen Jahren. 1962 wird der vollständige Wandel zum Musikzug vollzogen. Wilhelm Watermann wurde 1960 zum Bundesfachwart für das Musik- und Spielmannswesen im Deutschen Turnerbund.

1963 bis 1973

Am 1. Mai 1965 wird aus dem „Turnermusikzug der Sportvereinigung von 1909 Altgandersheim“ der eigenständige „Turnermusikzug Altgandersheim e. V.“. Wilhelm Watermann als Bundesfachwart für die Musiker im DTB macht den TMZ Altgandersheim zu dem führenden Blasorchester , in dem viele Ideen umgesetzt werden und  in anderen Vereinen übernommen werden. Unter großen Anstrengungen wird in Eigenarbeit der Mitglieder von 1966 bis 1967 das Vereinsheim erbaut, dass als Keimzelle der heutigen Bundesmusikschule gilt. Dabei wenden die TMZ’ler 48.000 freiwillige Arbeitsstunden auf, und das bei einer 48-Stunden-Woche. Ob wir heute noch solch eine Leistung für den Verein erbringen könnten? 1971 übereignet der TMZ sein Vereinsheim dem DTB, um den Bau der Bundes-Jugend-Musikschule zu ermöglichen. Herausragende Veranstaltung in diesem Jahrzehnt ist das Landestreffen der Turnermusiker 1968 in Altgandersheim.

1973 bis 1983

Begünstigt durch die Entwicklung der Bundesmusikschule (BMS) und deren Leiter Klaus Achs entwickelt sich der TMZ Altgandersheim zu einem vielbeachteten Orchester. Bei zahlreichen Musikwettbewerben werden hervorragende Ergebnisse eingespielt. Zahlreiche Auftritte in Berlin, bei Bezirks- und Landesturnfesten bringen dem Verein ein treues Publikum weit über die Grenzen der Heberbörde hinaus. Klaus Achs kreiert einen neuen musikalischen Stil, der bis dahin in der Blasmusik nicht üblich ist. Das Weltturnfest in Berlin 1975 gehört sicherlich zu den Höhepunkten in dieser Dekade. Aber auch die Berufung zahlreicher TMZ’ler in das neugegründete Bundesorchester des DTB lässt erahnen, wie gut die musikalische Verfassung unseres Vereines in dieser Zeit ist. Der TMZ erarbeitet eine Musikschau mit vielen Figuren, die in großen Stadien zum Höhepunkt von Großveranstaltungen wird. 1976 übergibt Wilhelm Watermann den Vorsitz an Jürgen Nothdurft, der sich auf dieses Amt schon als Geschäftsführer des TMZ eingearbeitet hat. Wilhelm Watermann wird Ehrenvorsitzender des TMZ Altgandersheim.

Wilhelm Watermann

Wilhelm Watermann war es, der im Frühjahr 1953 die Gründung eines Spielmannszuges in Altgandersheim vorbereitete und zur Gründungsversammlung am 1. Mai 1953 eingeladen hat. Die Gründungsversammlung wählte ihn zu ihrem Sprecher und später zum Vorsitzenden.

1955 wurde er Gauwart für Musik und Spielmannswesen, 1956 Bezirkswart und 1959 Landeswart. Das Marschalbum für Spielmannszüge im DTB, später das Konzertalbum und zwei wichtige Broschüren für den organisatorischen Bereich der Spielmanns- und Musikzüge im DTB wurden in diesen Jahren herausgebracht und hatten ihre geistigen Grundlagen in unserer Gemeinschaft. Dabei dürfen Namen wie Bernhard Lühr (Lüneburg) und der leider viel zu früh verstorbene Adam Brandt (Altgandersheim) nicht unerwähnt bleiben.

Wilhelm Watermann wurde 1960 Bundesfachwart und damit verantwortlicher Sprecher der 33.000 Spielleute und Musiker im DTB. Das heutige Fachgebiet Musik und Spielmannswesen im DTB, seine moderne, zeitnahe Ausrichtung, die Einführung des Wertungsmusizierens, der Bau der Bundes- Musikschule (jetzt Wilhelm-Watermann-Haus) ist ohne die Arbeit von Wilhelm Watermann und unserer Gemeinschaft nicht denkbar und wäre wohl auch kaum möglich gewesen. Bis 1976 war Wilhelm Watermann 1. Vorsitzender des TMZ Altgandersheim. Auch nach seiner „Pensionierung „ galt sein Interesse weiterhin dem TMZ.

Wilhelm Watermann verstarb 1996

1983 bis 1993

Höhen und Tiefen gibt es immer wieder im Bestehen eines Vereins. Einen Umbruch gibt es, als zahlreiche altgediente Musiker den Verein verlassen, weil die Familienplanung und der Beruf nicht mehr so viel Zeit für den Verein übrig lassen. Fast jedes Wochenende ist verplant mit TMZ-Einsätzen. Freitagabend wird zum Kommers aufgespielt. Samstag wird bis spät in die Nacht Tanzmusik gespielt. Sonntags folgen Umzug und Musik im Festzelt, Montags schließlich der zünftige Abschluss beim Katervesper. Für das Familienleben ist kaum Zeit. Ein neuer Aufbau erfolgt durch Albert Bohnsack. Albert bildet neuen Nachwuchs nach der „Master-Methode“ aus. Das Orchester verjüngt sich erheblich. Aber nach und nach folgen auch „ältere Semester“, die Albert Bohnsack durch seine persönliche und nette Art für unser Orchester gewinnen kann.

1993 bis 2003

Jürgen Nothdurft gibt den Vorsitz ab. Roger Gräsche wird 1994 Vorsitzender des TMZ. Höhepunkte in diesem Jahrzehnt sind die Deutschen Turnfeste in Hamburg und in München. Der TMZ veranstaltet regelmäßig Jahreskonzerte im Kurhaus Bad Gandersheim, die immer ausverkauft sind. Das 45jährige Jubiläum wird mit der Aufführung des „Großen Zapfenstreich“  auf dem Marktplatz in Bad Gandersheim gefeiert. Albert Bohnsack gründet das Kinderorchester. Die Ausbildung im TMZ wird professionell organisiert. Wilhelm Watermann verstirbt 1996. Ein großer Verlust, hat er doch bis zum Schluss immer mit Rat und Tat dem Verein zur Verfügung gestanden. 1998 wird erstmals ein Vereinslehrgang außerhalb von Altgandersheim in Holzminden veranstaltet. 1999 wird ein neuer Vorstand unter der Leitung von Stefan Mittwoch gewählt. Die Vereinslehrgänge finden in Torfhaus statt. 2001 tritt der Vorstand nach vereinsinternen Querelen zurück. Roger Gräsche übernimmt erneut das Amt des Vorsitzenden, das er bis heute innehat. Das Deutsche Turnfest 2002 in Leipzig ist wieder ein Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte. Erstmals tritt der TMZ Altgandersheim mit zwei Orchestern bei diesem Großereignis an und wird beim Wertungsmusizieren für die musikalischen Vorträge im Gewandhaus Leipzig jeweils mit einem „sehr gut“ bewertet.

2003 bis 2013

 

 

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Turnermusikzug Altgandersheim e.V.

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